Freitag, 30. Oktober 2009

Die Bö


Spätsommerspaziergang am frühen Abend.
Das Töchterchen will selber laufen.
Mama hebt das Kind aus dem Buggy.
Im selben Moment erfasst eine Bö den Wagen.
Das Kind steht nun auf den eigenen Beinen,
doch der Buggy hat innerhalb einer Sekunde
mehrere Meter zurückgelegt.
Wie von Geisterhand findet er seinen eigenen Weg durch die Fußgängerzone,
wobei er die Geschwindigkeitsbegrenzung deutlich überschreitet.
Blitzschnell muss sich Mama entscheiden.
Stützt sie das Töchterchen oder rettet sie den Wagen?
Doch dann hört Papa endlich auf zu fotografieren
und eilt zu Hilfe.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Eiskreme


So sieht jemand aus,
der zum ersten Mal
Pistazieneis isst.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Frauen am Hafen


Das Wasser leckte an der Hafenkante,
doch dann gab es doch noch einmal Entwarnung.
Das nächste Hochwasser kommt bestimmt.

Sonntag, 20. September 2009

Die Wahl


Manchmal fehlen 
irgendwie 
die Alternativen!

Freitag, 28. August 2009

Die Spinne im Außenspiegel

Da wohnt eine Spinne
in meinem Außenspiegel.
Sie muss vor ein paar Wochen 
unerlaubt eingezogen sein.
Jetzt will sie nicht mehr raus.
Jeden Tag baut sie ein neues Netz.
Jeden Tag ein wenig größer.
Jeden Tag zerstört es der Fahrtwind.
Doch sie gibt nicht auf.
Und ich krieg sie nicht raus.
- So viele Fliegen gibt es bei meinem Auto doch gar nicht!

Freitag, 7. August 2009

Der Vorteil der Vorderradlenkung

Es ist schon ein gewaltiger Vorteil,
dass wir bei einer Autofahrt 
ganz einfach mit dem Lenkrad 
die Fahrtrichtung ändern können.  

Talita hat es da nicht so gut.
Sie muss ihre "Fahrt" an jedem Hindernis beenden
und warten bis der Papa eine neue "freie Bahn" schafft.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Rundflug über Hamburg


vorbei am Hochbunker
vorbei am Millerntorstadion
vorbei an der Reeperbahn
vorbei am Michel
vorbei am Fernsehturm
vorbei am Karoviertel
vorbei am Hochbunker
vorbei am Millerntorstadion
vorbei an der Reeperbahn
vorbei am Michel
vorbei am Fernsehturm
vorbei am Karoviertel
vorbei am Hochbunker
...

Der weiße Thron

Samstag, 4. Juli 2009

3 Sekunden Grün

Stehen und Warten
Stehen und Warten
Stehen und Warten im Auto

Gelb ... Grün
Zwei Autos rüber
ROT

Vorfahren und
Stehen und Warten
Stehen und Warten
Stehen und Warten

Gelb ... Grün
Drei Autos rüber - "Jeahhhh!!!!"
ROT

Vorfahren und 
Stehen und Warten
Stehen und Warten
Stehen und Warten

Gelb ... Grün
Zwei Autos rüber,
einer hat abgewürgt
ROT 

Vorfahren - "Wir sind vorne! Endlich!"
Stehen und Warten
Stehen und Warten
In der Ferne: Tatü-tata
Stehen und Warten
Gleich Gelb
TATÜ-TATA 
"Nein, nicht jetzt!"

Gelb ... Grün
TATÜÜÜÜÜ-TATAAAAAA
TATÜÜÜÜÜ-TATAAAAAA
ROT! 

Stehen und Warten
Stehen und Warten
Stehen und Warten

Samstag, 20. Juni 2009

Die Ordner mit den seltsamen Namen


Woher kommen 
nur plötzlich 
all die seltsamen Ordner 
mit Namen wie "#MNJJ_.NN" 
auf meinem Desktop?
Bis vorhin 
wusste ich darauf 
keine Antwort, 
doch dann habe ich 
den Übeltäter 
auf frischer Tat 
erwischt! 

Montag, 15. Juni 2009

HOME

Der Franzose Yann Arthus Bertrand hat einen sehr sehenswerten Film über unser aller Zuhause, unsere Erde, gedreht, der durch seine wunderschönen Luftaufnahmen begeistert und seine Informationen bedrückt. Er meint "It´s too late to be a pessimist!" Und weil "HOME" möglichst viele Menschen bewegen soll, kann sich jeder den Film kostenlos bei youtube ansehen. 

Sonntag, 7. Juni 2009

Samstag, 23. Mai 2009

Silber und Gold hab ich nicht, oder?

Begeistert gehe ich durch die Straßen. Und dann begegne ich IHM. Hier an diesem (potentiell) heiligen Ort. Er sieht arm aus, verlottert. In seinem Kaffeebecher aus Pappe klimpern die Münzen von vorangegangenen Passanten. Ich möchte vorbeigehen und richte meinen Blick auf die andere Straßenseite, als würde ich dort etwas interessantes entdeckt haben. Doch dann muss ich doch einen Blick auf IHN werfen. Aus Neugierde. Sein verkrüppeltes Bein hat er nackt und vernarbt in die Sonne gelegt und den Arm hält er mitleidshaschend so verdreht, dass sein Körper noch etwas entstellter aussieht. Und dann begegnen sich unsere Blicke. Zu blöd. Ich schenke IHM ein Lächeln, zumindest das und will weitergehen. Doch der Blickkontakt hat mich berührt. 
Ich will sagen, was schon Petrus damals gesagt hat. Als Entschuldigung. "Silber und Gold habe ich nicht!" Doch seit ich "The Miniature Earth" gesehen habe, weiß ich, dass auch ich einer reichsten Menschen dieser Erde bin und doch irgendwie etwas Silber und Gold angehäuft habe. Wie ärgerlich. Sonst könnte ich der Armut einfach mit "Ich habe selber nichts!" begegnen. Was soll ich ihm geben, als Mensch und als Christ?

"Silber und Gold habe ich nicht, doch was ich habe gebe ich dir. Im Namen Jesus Christi, von Nazareth, steh auf und geh!"

Soll ich IHM mein Geld geben? Ein wenig? Oder alles?
Soll ich alles verkaufen und den Erlös IHM geben, meine Frau und mein Kind unter den Arm nehmen und mich zu den Lilien auf dem Feld stellen?
Soll ich IHM mein MacBook geben, damit er sich im Netz einen Arbeitsplatz suchen kann?
Soll ich IHN nach hause mitnehmen, IHN in meinem Bettchen schlafen, von meinem Tellerchen essen und aus meinem Tässchen trinken lassen?
Soll ich IHM 10 Minuten meiner Zeit schenken und IHM erzählen, dass Gott IHN liebt, denn in der Seele liegt wahrscheinlich seine Größte Not?
Soll ich IHM 3 Minuten meiner Zeit schenken, für IHN beten und mich anschließend über einen "singenden und springenden" Geheilten freuen und mit IHM meinen Gott loben?
Soll ich IHM sagen, dass ich schon einiges gegen Armut tue, indem ich fairen Kaffee und fair gehandelte T-Shirts kaufe?
Soll ich IHM sagen, das ich gehört habe, dass die heutigen Bettler alle in einer Mafia zusammengeschlossen sind, die ich nicht unterstützen werde und IHM darum auch nichts geben werde?
Soll ich IHM sagen, dass ich meine Steuern zahle, er einen Teil davon gerne beim nächsten Arbeitsamt abholen kann und ein Danke seinerseits an dieser Stelle eigentlich mal angebracht wäre?

Petrus Worte in Ap.3 beunruhigen mich. Vor allem, seit mir plötzlich bewusst wurde, dass "Was ich habe, gebe ich dir!" viel mehr beinhaltet, als all mein Silber und Gold. Wie ärgerlich, dass ich reich bin und doch so arm.

Dienstag, 19. Mai 2009

In einer Stunde am Meer


Für mich, den Süddeutschen,
war das Meer, 
das schöne, wilde, beruhigende, weite Meer,
mit seinen brandenden Wellen, 
seiner kräuselnden Gischt,
seinen steifen Brisen,
seinen Stränden,
seiner Sonne
und seinen zum Eisessen und Schlendern einladenden Promenaden,
immer viele hundert Autokilometer voller Staus 
weit, weit entfernt.
Entweder durch den Gotthard nach Süden,
oder halb durch die Republik und den Elbtunnel nach Norden.
Welch neues Lebensgefühl 
in einer Stunde am Meer sein zu können.
Von Hamburg ans Meer.